Wilhelmsplatz

Wilhelm I.

Friedrich I. war von 1806 bis 1816 der erste König von Württemberg. Im Jahre 1811 leitete er in der ganzen Stadt eine Straßennamenreform ein. Dabei verewigte der König auch seine Familie in den neuen Straßennamen. Auch nach 1811 wurden Straßen und Plätze nach Verwandten von König Friedrich benannt. Die Wilhelmstraße und der Wilhelmsplatz wurden nach seinem Sohn Wilhelm I, welcher von 1816 bis 1864 der zweite König von Württemberg war, benannt.

Auf dem heutigen Wilhelmsplatz wurden bis 1811 die Hinrichtungen mit dem Schwert vollzogen. 

In der Zeit des zweiten Weltkrieges wurde unter dem Platz ein Bunker gebaut. Den Eingang zum Wilhelmsplatzbunker sieht man heute noch sehr gut, die Treppe ist mit einem Gitter abgesperrt. Nach dem Krieg wurde diese Anlage als Lagerraum von der Schutzpolizei genutzt, zudem 31 Kabinen von Oktober 1947 bis Anfang 1954 als Hotel-Zimmer. Der Schutzraum ist heute immer wieder Ort für Ausstellungen und andere kulturelle Aktivitäten. So hat dort zum Beispiel 2006 Diane von Württemberg im Rahmen der "Langen Nacht der Mussen" eine Vernissage veranstaltet.

Sigmund-Brunnen
Der Name des Brunnens, der mehrere Male versetzt wurde, geht auf seinen Standort in der Zeit zwischen 1863 bis 1968 zurück, als er in der Hauptstätterstraße 29 vor der Metzgerei Sigmund aufgestellt worden war.
Der Brunnen wurde - mit Unterstützung aus den Mitteln der Stiftung Stuttgarter Brünnele - im Jahre 2002 renoviert.
 
Heute findet auf dem Wilhelmsplatz jeden Freitag Wochenmarkt von 12-18 Uhr statt.
Sie finden dort auch das Hotel am Wilhelmsplatz sowie die Landesgeschäftsstelle der SPD Baden-Württembergs.
 
Seit 1994 wird hier das sehr beliebte "Henkersfest" gefeiert - reichlich makaber an einem Ort, an dem in den Jahren 1581 bis 1811 zahlreiche Menschen ums Leben gebracht wurden.