Thekengespräche

Wenn Noam Chomsky durchs Leonhardsviertel ginge, hätte er sicher Spaß an der Sprache, die da gesprochen wird (oder gesprochen wurde).
Es ist eine Art proletarische Umgangssprache, mit multi-ethnischen Wurzeln, alemannisch, Romani, jiddisch, wie sie nur im Leonhardsviertel und im Stuttgarter Osten üblich ist oder war.
Hier einige Wortbeispiele:

dr fatzeglatte Bua vom Städtle - gutangezogener junger Mann mit erotischem Charm Schmier - Polizei Lobe - Geld schicker - beschwipst Bär - intimer, weiblicher Körperteil Dinelo - irrer Typ, Depp alles latscho - alles schön, super fez machen - auf den Putz hauen, party machen, heimatloser Heckenbronzer - Obdachloser, Entwurzelter Haipfler - Zuhälter, Bettwäschevertreter sein Stück - seine Freundin Schickse - abwertend Geliebte Larry - minderwertige Ware refugees welcome - Flüchtende willkommen.

Lesen Sie hier Thekengespräche und Geschichten aus dem Leonhardsviertel mit seinen Menschen, Bars und Skurilitäten. 

Sie haben eine Geschichte von früher oder heute, welche Sie unbedingt loswerden wollen. Dann schreiben Sie uns an info@staedtle.de.

Lesergeschichten

von Kappler | staedtle.de

Tresengespräche: Telefonsex mit Ramona Scheufele

.....nur zur Info vorab: Kai Mendoza ist nicht mein Feund, aber er ist Fernseh -Redakteur für Boulevard und Buntes, was man ihm auch schon von der  Ferne ansieht:

Teurer Haarschnitt, Ray Ban Sonnenbrille, Fiorucci-Sakko, Mazda Zweisitzer. Da ich jedoch mit der Videocamera ein bißchen umgehen kann, engagiert er mich hin und wieder für heikle Stücke, für die,  wie er es ausdrückt,  man ein besonderes Händchen braucht. Latscho! ich mache alles außer Kriegseinsätze.

Mein Kumpel Manni Bongartz steuert die Tonaufnahme.

Heute ist unser Drehort im Städtle.

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von Kappler | staedtle.de

Thekengespräche mit Jonny – auf Biegen oder Brechen

von Pauli H

Wie gesagt Manni  Bongartz nahm mich einige mal Zum Strassenverkauf von so linken Zeitungen mit.

Das ging dann so: wir trafen uns bei Manni in der Olgastrasse, jeder bekam eine Umhängetasche voll gepackt mit den neuesten Ausgaben.Wir fuhren mit dem Bus zum Charlottenplatz stiegen um in die S-Bahn zum Breuninger, stiegen dort aus und gingen hoch zum Kiosk vom Brunnenwirt . Dort holten sich jede  zuerst mal eine Curry von der Roten und eine Flasche Becks, die wir am Stehtisch verputzten.

Danach klapperten wir dann gestärkt die Kneipen ab. Gleich um die Ecke war das La Concha, Einstein, Stella, Murrhardter Hof. Eine Strasse weiter Brunnenwirt dann Basta, Brett, Odyssia wo die Lehrer beim Rezina saßen usw.

 

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von Kappler | staedtle.de

Thekengespräche mit Manni Happy Hour im Pornostudio

von Pauli H.

Thekengespräche mit Manni

Happy Hour im Pornostudio

...ehrlich, Bruder, das music-business ist ein hartes Geschäft, wenn du keine erfolgreichen Hits schreiben kannst, und auch kein super cover-Musiker bist, dann musst du eben Mukke machen bei Hochzeiten, Jubiläen, Stadtfesten.

Wenn dir aber jedesmal "let it be" verunglückt, dann kannst du dich als Musiker mit dieser Art von Gigs kaum über Wasser halten.

 Ich hatte damals einen Freund, besser gesagt entfernten Bekannten, der so eine Art  Tonstudio betrieb. Kleine versiffte Bude. Er hieß Hudelmaier und bezeichnete sich als Rockmanager.

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von Kappler | staedtle.de

der schöne Michi - Teil 2

von Pauli H.

In einer Seitenstraße des Leonhardviertels, gab es vor Jahr und Tag eine Wasch- und Bügelstube mit Änderungsschneiderei. Sie wurde geführt von einer Frau namens Ilse Makeba. Sie war die Tochter eines bekannten Schaustellers, der mit seiner afrikanischen Frau im Leonhardsviertel wohnte.

Die beiden betrieben zusammen, in der Volksfestzeit auf dem Cannstatter Wasen eine Hypnosebude mit dem Namen „VORSEHUNG „ in der sich Leute aus dem Publikum als Medium zu Verfügung stellen konnten und sich unter dem brüllenden Gelächter der Zuschauer wie Affen kratzten. Und in Zwiebeln bissen. Die beiden Schausteller hatten eine Tochter namens Ilse Makeba, die schon als Kind auffällig war, Aufgrund ihrer merkwürdigen und außergewöhnlichen Fähigkeit, kleine Ereignisse des Alltags vorauszusehen bevor sie eintraten. z.B. das Entlaufen der Hauskatze oder ein erwarteter Besuch, der nicht kommen würde.

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von Kappler | staedtle.de

der schöne Michi

von Pauli H.

Mikis war ein gutaussehender Junge. Im Viertel nannte man ihn auch "den schönen Michi", oder auf schwäbisch:" der  fatzeglatte Bua vom Städtle". Das heißt: Junger Mann mit Charme und erotischer Ausstrahlung. Er hatte Schlag bei den Mädels , und wenn er Abends die Leonhardstraße entlangbummelte, flüsterten sie ihm süße Versprechungen zu  und versuchten mit ihm zu flirten.

 

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von Kappler | staedtle.de

Das Rock´n Roll Herz Stuttgarts - Spurensuche im Leonhardsviertel

von Pauli Heinzelmann

Das Leonhardsviertel hatte damals eine Art Dependance, sag ich mal, jenseits der Hauptstätter Straße (noch nicht untertunnelt) bis hin zur Eberhardsstraße. Da lagen die "Vereinigten Hüttenwerke“, wie man es damals nannte, das Rock´n Roll-Herz Stuttgarts, und die wildeste Meile überhaupt.

Sie wurde Ende der 70iger plattgemacht und mit dem "Ämter-Zentrum Schwabilon" überbaut (die schwäbisch-pietistische Antwort auf das Laster). Es bleibt zu hoffen, dass es dem Leonhardsviertel nicht genauso  geht.

 

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von Kappler | staedtle.de

Die fabelhafte Loretta Salem.

von Jonny Balcerowiak

Eigentlich lebe ich schon einige Jahre in Berlin aber ich denke gerne zurück an das Leonharsdsviertel, und wenn ich die Augen halb schließe, fallen mir einige stories wieder ein.

Wir trafen uns manchmal beim Brunnenwirt, Schräg hinter dem Gustav-Siegle-Haus.

Ab 11 Uhr vormittags geöffnet. Nicht, daß der Brunnenwirt ]unsere Stammkneipe  gewesen wäre, wir schauten auch ins „Concha“ rein,wo die Musiker von Konrads-Jazzschule ihren Latte tranken, oder ins Einstein auf ein Bier, oder abends in die „Kiste“ oder ins „Bix“ (wenn man die Kohle  für den Eintritt hatte).

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