Thekengespräche

Wenn Noam Chomsky durchs Leonhardsviertel ginge, hätte er sicher Spaß an der Sprache, die da gesprochen wird (oder gesprochen wurde).
Es ist eine Art proletarische Umgangssprache, mit multi-ethnischen Wurzeln, alemannisch, Romani, jiddisch, wie sie nur im Leonhardsviertel und im Stuttgarter Osten üblich ist oder war.
Hier einige Wortbeispiele:

dr fatzeglatte Bua vom Städtle - gutangezogener junger Mann mit erotischem Charm Schmier - Polizei Lobe - Geld schicker - beschwipst Bär - intimer, weiblicher Körperteil Dinelo - irrer Typ, Depp alles latscho - alles schön, super fez machen - auf den Putz hauen, party machen, heimatloser Heckenbronzer - Obdachloser, Entwurzelter Haipfler - Zuhälter, Bettwäschevertreter sein Stück - seine Freundin Schickse - abwertend Geliebte Larry - minderwertige Ware refugees welcome - Flüchtende willkommen.

Lesen Sie hier Thekengespräche und Geschichten aus dem Leonhardsviertel mit seinen Menschen, Bars und Skurilitäten. 

Sie haben eine Geschichte von früher oder heute, welche Sie unbedingt loswerden wollen. Dann schreiben Sie uns an info@staedtle.de.

Lesergeschichten

von Kappler | staedtle.de

Thekengespräche...working class hero

von Jonny Balcerowiak

.".....Mudder, Mudder, ich hab ne neue Stellung....!"

".....Oh, Tochter, such dir lieber nach ´nem ordentlichen Gschäft...."

...über diesen Witz wird im Leonhardsviertel oft gelacht, aber wenn die Rechnungen auf dem Küchentisch unübersichtlich werden, wenn du über keine Tennisplatz-connection verfügst, und es in der  Welt genügend cover-Musiker, Bierzapfer und Paketausfahrer gibt, mußt du den Weg zum Jobcenter gehen und der führte dich direkt in die Halle einer schwäbischen Fabrik.

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von admin

... Oger am Kiosk.

von Pauli Heinzelmann

Die Szene am Kiosk vom Brunnenwirt hatte was von Grimms Märchen, ehrlich, ein Oger, ein Riese, ein Big Jim im Trachtenhut, Lodenjacke und weiter, blauer Handwerkerhose, das weisse Hemd vorne an der Brust aufgeknöpft, so dass große Büschel rotblonder Haare herausschauten, umhüllt vom Fettdampf der Nackensteaks und Rinderspieße, verkündete in breitem Ostalb Schwäbisch: ... "wetten, daß i in 15 Minuten ...

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von Kappler | staedtle.de

Tresengespräche - ein schönes Mädchen wie ich -

von Jenny Treppschuh

- ein schönes Mädchen wie ich -

Chanson Nanna´s Neigung

Ich weiß, ich kann mich nicht beklagen,
ich habe einen netten Mann.
Er kümmert sich um mich in allen Fragen, unterstützt mich, wo er nur kann.
Er kocht und putzt, krault mir den Rücken.
Er schaut mich zärtlich an,
doch eine Sache will nicht glücken
und da fängt der Kummer an,
denn so richtig weg und hingerissen
bin ich nur beim Küssen
mit nem fremden Mann.

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von Kappler | staedtle.de

Thekengespräche: refugees welcome!

von Jonny Balcerowiak

....ich weiß nicht mehr genau , wars am Kiosk vom Brunnenwirt oder am Tresen vom Concha, aus irgendeiner Billigbox schepperte leise Rockmusik:  ."..pride, in the name of love" von Bono,  U2 ...tja,... weißt du noch damals? 

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von Kappler | staedtle.de

der schöne Michi - Teil 3

In Bremerhaven angekommen, beschafft sich Mikis einen Heuervertrag für das Kreuzfahrtschiff  MS-Europa  für den Job eines Stewards:

Hand gegen Koje, Arbeit gegen freie Kost und Logis - "mais ou menos", wie es auf portugiesisch heißt. Seine Schlafkoje liegt 4 Stockwerke unter Deck, in einem engen Raum, ohne Fenster, und ohne Sicht nach draußen.

Die Arbeit, die er machen muss: Er führt Passagiere zu ihren Kabinen, nimmt Bestellungen auf, bereitet Getränke zu und serviert Mahlzeiten, alles Dinge die er einmal gelernt hat. Auf dem hochgelegenen Promenadendeck mit zahlreichen Bars und Restaurants, von wo aus die Passagiere die fliegenden Fische und Delphine im Meer beobachten, lernt er den Reiseschriftsteller Dr. August Thalheimer und dessen Frau Ruth kennen, die eine Reise nach Venezuela unternehmen. Denen vertraut er sich an und schildert ihnen seine Lage.

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von Kappler | staedtle.de

Wer einmal aus dem Blechnapf frisst.... das Knastalphabet in Klopfzeichen.

von Pauli Heinzelmann
 
"…also gut, Alter, ich will die Sache nicht schönreden, es ist natürlich kein normaler Beruf, aber es hat trotzdem was von einem Arbeitgeber-Arbeitnehmerverhältnis.
Eben Große und Kleine. Also, da gibt es dann so ein Markt In ner Garage oder Hinterzimmer von ner Bar.
Da bietest du deine Ware an. Keine Drogen, nur Autoteile, Fernseher, Unterhaltungselektronik und sowas, keiner fragt wo das Zeug herkommt. Verkaufen tust du an die großen Händler, die machen den Preis, obwohl du das Risiko trägst. Aber ohne die Großen läuft nichts, nur die haben die connections, aber pass mal auf, ich will dir mal was anderes zeigen:
 
Kennst Du schon das Knastalphabet?"

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von Kappler | staedtle.de

Grufties in der Peep Show -

von Pauli H.

"...Ewiiiin!!! komma, da rücken schon wieder die Opas an und die Show geht doch erst in einer halben Stunde los ...

Hallo, die Herrschaften! immer weitergehn! immer weitergehn...

Kino? Wat für ein Kino denn? Opa, das ist alles echt, ja, die Mädels sind richtig nackend. Nee, Trinkjeld brauchste keines zu geben, die Mädels sind ja alle hinter Glas...

Polizeilich genehmigt? Na hömma , Opa, dat is abgenommen vom Gesundheitsamt, alles hygienisch...

 

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