Hauptstätter Straße

Das alte Armenhaus in der Haupstätterstraße 49 wurde von der Stadt Stuttgart zurückgekauft. Das Barockhaus wurde im 17. Jahrhundert gebaut. 

Barockhaus als Pforte zum Milieu StZ 05.12.2011

Ein weiteres Barockhaus befindet sich in der Hauptstätterstr. 43.

Der Name Hauptstätter Straße stammt nicht, wie man vermuten könnte, von dem Wort Hauptstadt, sondern von Hauptstätte. Das heißt, dies war der Weg zur Hinrichtungsstätte, die sich vor dem Hauptstätter Tor am heutigen Wilhelmsplatz befand, auf dem unter anderem Menschen geköpft wurden, bis diese Hinrichtungsstätte 1811 in die Feuerbacher Heide verlegt wurde. Noch heute findet auf dem Wilhelmsplatz das sogenannte Henkersfeststatt als Hocketse-Kultur. Vermutlich trifft dieser Namensursprung auch auf andere Hauptstätter Straßen in Deutschland zu.

Seit Beendigung der Umbaumaßnahmen für die Stuttgarter Straßenbahnen Mitte 1972 wird die Hauptstätter Straße komplett für den Straßenverkehr genutzt, alle Bahnen fahren seitdem unterirdisch. Zu diesem Zweck wurden alte Stadtmauerreste aus rotem Sandstein (Höhe Torstraße) beseitigt. Wer die B 14/Hauptstätter Straße vomHeslacher Tunnel aus befährt, fährt nicht durchgehend oberirdisch, sondern unterquert am Österreichischen Platz und am Wilhelmsplatz sowie in der Weiterführung am Charlottenplatz und an der Schillerstraße die kreuzenden Straßen. Dem zuletzt genannten Verkehrsknoten zwischen Wagenburgtunnel und Hauptbahnhof an der Konrad-Adenauer-/Willy-Brandt-Straße wurde der Name Gebhard-Müller-Platz gegeben.

Zu den größten städtebaulichen Projekten Stuttgarts gehört eine geplante Deckelung der B 14 im Bereich des City-Rings. Im Frühjahr 2006 wurde der erste Teil des Projekts zwischen Charlottenplatz und Wilhelmspalais umgesetzt.